Freitag, 28. Februar 2014

Ihr geht mir alle übelst auf den Sack,
ich weiß nicht was los ist, was anders ist,
habe ich mich geändert oder habt ihr es?
Ich weiß nicht was ich euch sagen soll
und vielleicht bin ich selbst das Problem.
Ihr kennt mich alle nicht,
habt alle keine Ahnung wer ich eigentlich bin.
Und das ist meine Schuld,
weil ich es euch nie gesagt habe.
Also ist es auch meine Schuld,
dass ihr mich alle anpisst.
Ihr könnt nichts dafür,
ihr behandelt mich wie immer.
Alles ist wie immer.
Nur ich will nicht mehr sein wer ich nie war.
Ich will nicht mehr spielen,
will nicht mehr lügen,
will nur einmal sein können wie ich bin.
Nur habe ich das hier solange gespielt,
dass ich nicht mehr weiß wie man aufhört.
Perfekte Tochter, Drogenkind, kleine Schlampe,
wer willst du sein?

Mittwoch, 26. Februar 2014

Du hältst meine Hand,
halt mich fest, lass nicht los,
denn alles um uns dreht sich,
es dreht sich alles ausnahmslos.

Lassen keine Gelegenheit aus,
ausgelassen zu feiern.
Nicht bis der Arzt kommt,
doch bis die Nachbarn geiern.

Stehst vor verschlossener Tür,
während du redest und redest,
weil du aufgeschlossen bist,
doch du redest an mir vorbei.

Wir sind nicht aufrichtig,
haben schon alle belogen:
Unsere Eltern, unsere Freunde,
richtig auf Drogen.



Samstag, 15. Februar 2014

Es hängt in der Luft, dass einer von uns etwas sagen sollte,
aber ich habe zu viel Angst zu verlieren, bin zu stolz, zu dumm,
und ich finde keine Worte um dir zu sagen was ich denke,
was ich fühle und wieso ich das alles gemacht hab.
Wie ironisch, denn alles was ich sagen will, hast du gerade gehört.
Aus den Boxen klingen Wahrheiten, die so passend sind.
Als hätte sie jemand ausgesucht für uns, für mich,
um mich einfach mal aufzurütteln.
Mach doch einfach! Reiß dich zusammen!, schreie ich ins Telefon,
aber sollte mich erstmal selbst am Riemen reißen.
Es ist vorbei, aus, Schluss, Basta!
Ich bin gefallen, doch habe alles getan um nicht gefangen zu werden.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Mein Kopf ist leer. Blank. Alles was du gerade erzählt hast ist an mir vorbei gegangen, aber ich nicke, denn es wird schon nicht so wichtig gewesen sein. Ich kann dir nicht folgen, ihm nicht folgen, ihr nicht folgen, niemandem zuhören. Es ist ja auch egal. Wahrscheinlich. Du hörst auch meistens nicht zu oder zeigst es zumindest nicht, denn wir reden aneinander vorbei. Es interessiert mich nicht was du denkst. Findest du das unfreundlich? Das ist ehrlich, nur vielleicht unhöflich. Ihr schreibt mir vor was interessant zu seien hat, redet von Kultur und Allgemeinbildung, dann Politik oder Wirtschaft. Ihr redet von Leuten, die man kennen sollte, doch was hilft es dir sie zu kennen? Vielleicht ist es eine Frage von Wertvorstellungen, davon was Richtig ist oder Falsch zu sein hat. Ich wurde erzogen dazu ein kultivierter Mensch zu werden, so etwas wertzuschätzen und nicht irgendwelchen Lastern zu verfallen. Ich will nur den Sinn dahinter verstehen, denn meine Eltern scheint es glücklich zu machen. Und ich denke das ist ist das einzige, das alle Menschen wollen: Glücklich sein. Die meisten wissen nur nicht wie.

Montag, 10. Februar 2014

Wieso nicht einmal etwas Schönes schreiben?
Über Frühling und Schmetterlinge im Bauch,
übers Feiern, mit Freunden und Fremden,
die für eine Nacht zu Seelenverwandten wurden.
Darüber etwas geschafft zu haben,
über Wunder und über die Familie,
die immer für einen da ist.
Wieso nicht von den guten Seiten des Lebens erzählen?
Von Nächten, an die man sich nicht mehr erinnern kann
und von Abenteuern, von Nachmittagen am See.
Von Kindheitserinnerungen und Meilensteinen,
von dir und mir und ihm und ihr.
Erzähl mir wieso du das Leben liebst
oder erzähl mir nichts.

Samstag, 8. Februar 2014

Du hast geschworen nie zu gehen,
und jetzt erst ist mir klar geworden,
dass du genau in dem Moment
dein Versprechen gebrochen hast,
weil du nie da warst.
Du warst immer schon Kilometer entfernt,
während ich dir vorwarf,
du hättest nie vorgehabt zu bleiben.
Von Anfang an habe ich es gehasst:
"We will stay together forever."
Und damals war ich die,
die geschrien hat,
dass alles wäre Blödsinn,
denn nichts hält für immer.
Ich hatte recht,
und auch der Schmerz,
der Kummer darüber,
dass du nicht mehr da bist,
ist weg.
Neue Sorgen sind gekommen
und gegangen.
Doch immer war es meine Schuld,
denn ich habe nie daran geglaubt.

Sonntag, 2. Februar 2014

Es ist ein unterdrücktes Gefühl, so als würde ich langsam ertrinken,
wenn der Druck immer größer wird und ich aufhöre zu strampeln
und mich die Tiefe des Ozeans verschluckt und mich ausspuckt.
Ich kann das Gefühl nicht ganz greifen, welches mich heimsucht,
wenn ich Tage in meinem Bett verbringe.
Ich spüre ein dumpfes Pochen an meiner Schläfe und ein Gewicht,
das mich runterzieht, das mit dünnen Fäden festgebunden ist
an meinen Händen, meinem Kopf, meinem Herzen.
Ich schlage um mich, doch der Widerstand reicht nicht aus
um über Wasser zu bleiben, deshalb versinkt man
im Blau, in den Wellen, die so viele Geschichten erzählen,
die ich nicht greifen kann, genauso wie ich sie nicht greifen kann.
Um mich herum verschwindet alles und die Konturen lösen sich auf,
umso tiefer ich untertauche und ich merke, ich bin gefallen,
denn von da wo ich stand, bot sich mir eine herrliche Aussicht
von Feldern, Wiesen und dem Meer, welches sich gegen mich wendet,
doch aus der Ferne noch so schön aussah, glitzernd in grün, weiß und blau.
Schönheit kann zerstörerisch sein, in einem Wahn, auf einer Suche
zieht sie dich langsam in ihr Netz, wickelt dich ein
in ein weiches Netz von Versprechungen und Hoffnung.
Gebettet in den Lügen, die meine Welt erschufen,
kauere ich am Boden, unfähig mich selbst daraus zu befreien.
Ich bin gefangen hinter dicken Mauern, die ich selbst erbaute,
Jahr um Jahr, die ich nichtmehr brechen kann
und mit tausend Türen, die alle einen Ausweg bieten,
der gerade noch nicht groß genug ist um herauszuklettern.
Ich ersticke an diesen Hoffnungsschimmern,
werde immer schmaler,
bis ich eines Tages als ein Schatten von mir selbst durch die Tür krieche
und scheinbar frei bin von den Schlingen, den Ketten und von mir.