Sonntag, 2. Februar 2014

Es ist ein unterdrücktes Gefühl, so als würde ich langsam ertrinken,
wenn der Druck immer größer wird und ich aufhöre zu strampeln
und mich die Tiefe des Ozeans verschluckt und mich ausspuckt.
Ich kann das Gefühl nicht ganz greifen, welches mich heimsucht,
wenn ich Tage in meinem Bett verbringe.
Ich spüre ein dumpfes Pochen an meiner Schläfe und ein Gewicht,
das mich runterzieht, das mit dünnen Fäden festgebunden ist
an meinen Händen, meinem Kopf, meinem Herzen.
Ich schlage um mich, doch der Widerstand reicht nicht aus
um über Wasser zu bleiben, deshalb versinkt man
im Blau, in den Wellen, die so viele Geschichten erzählen,
die ich nicht greifen kann, genauso wie ich sie nicht greifen kann.
Um mich herum verschwindet alles und die Konturen lösen sich auf,
umso tiefer ich untertauche und ich merke, ich bin gefallen,
denn von da wo ich stand, bot sich mir eine herrliche Aussicht
von Feldern, Wiesen und dem Meer, welches sich gegen mich wendet,
doch aus der Ferne noch so schön aussah, glitzernd in grün, weiß und blau.
Schönheit kann zerstörerisch sein, in einem Wahn, auf einer Suche
zieht sie dich langsam in ihr Netz, wickelt dich ein
in ein weiches Netz von Versprechungen und Hoffnung.
Gebettet in den Lügen, die meine Welt erschufen,
kauere ich am Boden, unfähig mich selbst daraus zu befreien.
Ich bin gefangen hinter dicken Mauern, die ich selbst erbaute,
Jahr um Jahr, die ich nichtmehr brechen kann
und mit tausend Türen, die alle einen Ausweg bieten,
der gerade noch nicht groß genug ist um herauszuklettern.
Ich ersticke an diesen Hoffnungsschimmern,
werde immer schmaler,
bis ich eines Tages als ein Schatten von mir selbst durch die Tür krieche
und scheinbar frei bin von den Schlingen, den Ketten und von mir.



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